Ich bin Victoria 21 Jahre alt aus Essen. Am Samstag, den 04.06.16, war ich in Dortmund, um gemeinsam mit tausenden Anderen meinen Protest gegen den größten Aufmarsch von Neonazis in Westdeutschland auszudrücken. Und während alle davon reden, dass wichtig sei, vor allem in Dortmund gegen Neonazis aktiv zu werden, wurde ich wie viele andere auch an diesem Tag Opfer von brutaler Polizeigewalt. 8 Stunden lang wurde ich auf dem Polizeipräsidium festgehalten, erkennungsdienstlich behandelt und vernommen. Jetzt droht mir eine Anzeige wegen Landfriedensbruch. Ich habe keine Straftat begangen, keine Gewalt angewendet, sondern an einer Demonstration gegen den besagten Aufmarsch der Neonazis teilgenommen. So werden Antifaschisten, die sich für Toleranz und gegen Fremdenhass engagieren, kriminalisiert.
Ich bin nicht die einzige die an diesem Tag so heftig zu spüren bekommen hat, wen die Polizei schützt und wen nicht.
An die 1000 Nazis konnten in Dortmund ihren Tag der deutschen Zukunft ungestört zelebrieren. Währenddessen hat man uns aus dem Weg geprügelt, getreten, gepfeffert oder eben verhaftet.
Doch davon dürfen wir uns keinesfalls einschüchtern lassen. Der antifaschistische Protest muss weiter gehen.
Ich selber als Betroffene solidarisiere mich mit den anderen Betroffenen und rufe dazu auf es mir gleich zu tun.

– Keine Kriminalisierung von Antifaschismus!
– Für ein Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer
Aufmärsche – es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!