Her mit dem schönen Leben!

„Kulturhauptstadt 2010“ und „Großstadt für Kinder“ sind die Titel mit denen sich die Stadt Essen schmückt, doch wie sieht´s wirklich aus mit den Freizeit- und Kulturangeboten für Essener Jugendliche?

Tatsächlich werden vermehrt öffentlich finanzierte Freizeitangebote gestrichen oder einfach kaputt gespart. Beispiele hierfür bieten die Schließung des zentralen Jugendzentrums Essen an der Papestraße oder auch der Oase in Fronhausen. Statt in unser Recht auf Freizeit und Erholung zu investieren Weiterlesen »

In den Weststadthallen ist Platz für alle?!

Am 20.10. wurden offiziell und mit viel Tammtamm und Käsestangen die Weststadthallen eröffnet – die „adäquate Alternative“ der Stadt Essen zum geschlossenen Jugendzentrum, dem JZE-Papestraße. Alle waren sie da: Dezernent, Ratsherren, Oberbürgermeister – und wir als SDAJ. Mit einer Delegation des Essener Jugendbündnisses (SDAJ, Rote-AntiFa, BSV – übrigens fast die einzigen anwesenden Jugendlichen) zeigten wir den hohen Herren, was wir von ihrer Alternative halten. Ausgerüstet mit Transparenten, Megafon und Umzugskartons quartierten wir uns vor dem Eingang der „Eventhalle“ ein. Die Kartons sind das, was das neue „Jugendzentrum“ für uns bedeutet: Zu wenig Räume, Mädchenarbeit gestrichen, Sozialarbeit um 75% gekürzt, überteuerte Eintrittsgelder bei Konzerten etc. Für die Aktion gabs viel positive Rückmeldung – von der Presse als auch durch die HipHop/Breakdance-Gruppe die zur Eröffnung eine kleine Show aufs Parkett legen sollte. Die kamen zwischenzeitlich lieber zu uns, denn auch ihnen fehlt ihr JZE.

Aufruf zum Bildungsstreik 2011

Es bedarf nicht viel Anstrengung, um an der eigenen Schule oder Uni Seiten festzustellen, die uns SchülerInnen und StudentInnen gewaltig aufstoßen. Immer wieder sind wir Umständen ausgesetzt, die das Aufstehen morgens unerträglich, die das Lernen für uns zur Qual machen.

Das deutsche Bildungssystem ist geprägt von sozialer Ausgrenzung. Unser Bildungsstand entscheidet über die Chancen auf Ausbildung, Studium und Arbeit. Die Aufteilung auf verschiedene Schulformen ist gleichbedeutend mit der Vergabe von Zukunftsperspektiven und legt uns bereits im Kindesalter auf spätere Tätigkeiten fest. Bildungsgebühren, ob nun Studiengebühren, Nachhilfeunterricht oder Kopiergeld, sorgen dafür, dass Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängt und wir in unserer Freizeit oft zusätzlich arbeiten müssen. Im Klartext heißt das: Elitebildung für Wenige und Schmalspurbildung für die Masse. Weiterlesen »

An der bundesweiten Bildungsstreikkonferenz in Berlin (9.-11.09.) haben sich über 80 SchülerInnen, Studierende und Auszubildende aus ganz Deutschland beteiligt. Neben zahlreichen Jugendorganisationen waren VertreterInnen von LandesschülerInnenvertretungen, Allgemeinen Studierenden Ausschüssen und der Gewerkschaft anwesend.

Anknüpfend an die Konferenzen in Köln und Gießen wurde zu einem bundesweiten Bildungsstreik für Solidarität und freie Bildung am und um den 17.11. aufgerufen. Für die Proteste im Herbst wird es eine koordinierte Pressearbeit, sowie bundesweites Material geben. Weiterlesen »